METROPOLEN

... sind diejenigen Orte, an denen sich gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungsprozesse in besonderer Weise manifestieren. An Metropolen lassen sich Richtung, Form und Geschwindigkeit gesellschaftlicher Veränderungen früher und deutlicher ablesen.

Das Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung ist ein interdisziplinäres Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin. Es führt die zahlreichen großstadt- und metropolenbezogenen Kompetenzen der einzelnen Fächer zusammen und regt fächer- und fakultäten-übergreifende Aktivitäten in Forschung und Lehre an. Beteiligt sind derzeit 26 Professuren.

Auf diesen Seiten möchten wir Sie über die Arbeit des Zentrums sowie über aktuelle Projekte und Veröffentlichungen im Rahmen der Metropolenforschung informieren.

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Stadtforschung meets Heritage

Ist Heritage einfach die englische Übersetzung des Begriffs Kulturerbe? In der Forschung, aber auch in internationalen Programmen wie das der UNESCO World Heritage wird sichtbar, das der Begriff Heritage sehr breit verstanden wird. Während in der deutschsprachigen Diskussion zum Kulturerbe häufig  zentrale Fragen des Denkmalschutzes nachgegangen wird, hat sich insbesondere die englischsprachige Diskussion auch dem intangible Heritage (immateriellen Erbe) angenommen. Zunehmend werden Positionen formuliert, die Heritage als einen gesellschaftlichen Prozess definieren. Unter Heritage wird so die vielstimmige Produktion der Vergangenheit in ihrer Bedeutung für die Gegenwart verstanden.  Damit sind die gegenwärtigen Bedürfnisse von Menschen - unter anderem die Sehnsucht nach Authentischem - die entscheidenden Faktoren für die Verwandlung einer Vergangenheit in Heritage. Städte und städtische Akteure spielen in diesen selektierenden und umkämpften Prozessen eine wichtige Rolle.

Die TU Berlin, Institut für Soziologie (Sybille Frank), das Stadtlabor des Instituts für europäische Ethnologie (Eszter Gantner) und das GSZ  (Heike Oevermann) veranstalten zu diesem Themenkomplex im Sommersemester das Kolloquium „Stadtforschung meets heritage“. Darin wird mit Gästen diskutiert wie diese Bedeutungsproduktion von Akteuren der Stadt betrieben wird; wie Teile des städtischen Erbes erforscht und in ihrem Wert neu verhandelt werden und wie vergangenheitsbezogene Bedeutungen die Praktiken heutiger Stadtbewohner überlagern.  Inhaltliche und methodische Impulse aus der Stadtforschung, wie Forschungsansätze aus dem Bereich Heritage, sollen auf diese Weise die Diskussion/Reflektionen über Stadt und über Heritage bereichern.

Das Kolloquium findet 14-tägig Donnerstags um 18.00 im Raum FH302, TU Berlin, Fraunhoferstr. 33-36 statt. Die erste Veranstaltung ist am 18.04.13. Gäste sind: Thorsten Dame, Gabi Dolff-Bonekämper, Dietrich Henckel, Wolfgang Kaschuba, Axel Klausmeier, Achim Prossek, Angela Uttke.