03.06.2008 | Lange Nacht der Wissenschaften am 14. Juni

Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften am 14. Juni 2008 veranstaltet das GSZ im Hauptgebäude der HU Berlin einen interdisziplinären Vortragsabend unter dem Titel "Innenansichten der Metropolenforschung". Das Vortragsprogramm gibt Einblick in die vielfältigen Arbeitsgebiete der Metropolenforschung. Themen sind Natur und Stadt (Stadtökologie), Creative City, Stadterneuerung und Stadt als Spiegel der Geschichte. Geographisch starten wir in Berlin und reisen über Oslo nach Warschau. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ort: Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2014b (1.OG - Nähe Senatssaal), Berlin-Mitte
Zeit: 14. Juni 2008, 19-23 Uhr
Eintritt: Bitte informieren Sie sich hierzu auf der offiziellen Homepage der LNdW

Das Programm im Einzelnen:

19 Uhr - Prof. Herbert Sukopp
Stadt und Natur: Die Stadtökologie, eine Berliner Erfolgsgeschichte
Prof. em. Herbert Sukopp - der Begründer der Stadtökologie - spricht über die Beziehungen von Mensch und Natur in der Stadt und die Bedeutung der stadtökologischen Forschung für eine nachhaltige, zukunftsfähige Stadtentwicklung. Stadtökologie ist eines der Forschungsfelder, bei denen Berlin Vorreiter war und heute zur internationalen Forschungsspitze zählt!

20 Uhr - Prof. Harald Mieg (GSZ), Ares Kalandides (Create Berlin)
Streitgespräch "Creative City - City Branding": Das Stadtmarketing von Berlin kann als vorbildlich gelten. Berlin ist weltweit eine Marke. Aber was ist die reale Grundlage der Kreativstadt Berlin? Was dürfen wir uns von der Kreativwirtschaft für die Zukunft Berlins erwarten? Und braucht die Stadt überhaupt eine Imagekampagne? Es diskutieren Prof. Harald Mieg, Leiter des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung, und Ares Kalandides, Vorstand Create Berlin.

21 Uhr - Dipl.-Soz. Astrid Ouahyb Sundsboe
Visionen einer europäischen Großstadt im 21. Jahrhundert - Stadterneuerung am Beispiel der 'Fjordstadt' Oslo
Der Vortrag gewährt Einblick in aktuelle Stadterneuerungsprozesse in Oslo. Besonderer Fokus liegt auf den Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt durch große Bauprojekte und Stadtentwicklungsprogramme. Soziale Folgen der aktuellen Dynamiken auf dem Wohnungsmarkt werden ebenso thematisiert wie geschichtliche und institutionelle Rahmenbedingungen, die den dargestellten Entwicklungen zugrunde liegen.

22 Uhr - Dipl.-Ing. Florian Koch und M.A. Joanna Kusiak
Revolution im Stadtraum. Städtebauliche und symbolische Transformationen in Warschau
Die ganze Geschichte des XX. Jahrhunderts spiegelt sich in Warschau wider. Die durch den Krieg komplett zerstörte Stadt bot Raum für unterschiedliche Utopien, von der sozialistischen Modellstadt bis zum Konsumparadies. Der Vortrag zeigt die eindrucksvollen städtebaulichen und symbolischen Transformationen der polnischen Hauptstadt auf. Am Beispiel von Gated Communities und Shopping Malls werden zunächst die baulichen Veränderungen der Stadt beschrieben. Charakteristisch für den symbolischen Wandel der Stadt ist der Kulturpalast: als Geschenk von Stalin ist das Gebäude gleichzeitig ein Zeichen von Unterdrückung, Axis Mundi der Stadt und revolutionäre Pop-Art-Ikone.

Offizielle Homepage der LNdW

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