14.02.2010 | 25.-27.02. Workshop "Modern Times - Zeiten der Stadt"

Die DFG-Forschergruppe 1120 "Kulturen des Wahnsinns" (http://www.kulturen-des-wahnsinns.de) veranstaltet den Workshop "Modern Times - Zeiten der Stadt" am Institut für Europäische Ethnologie der HU Berlin. Weitere Kooperationspartner sind das GSZ, das Institut für Geschichte und Kunstgeschichte der TU Berlin, das Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin sowie das Center for Metropolitan Studies, TU Berlin.

Die entstehende Großstadt gilt als "Labor der Moderne" - eine Metapher, die die Zeit zwischen 1870 und 1930 in Europa als Epoche der offenen Möglichkeiten kennzeichnet, die Stadt als einen Schwellenraum. Die urbane Topographie charakterisiert sich zunächst durch neue Räume und eine Vielfalt neuer Akteure, sowie durch neue Kommunikations- und
Ausdruckformen, deren ungeregelte Vielfalt und kreative Buntheit überraschte, faszinierte und erschreckte - und in verschiedener Weise neu als grenzgängig oder wahnsinnig markiert wurden. Im Workshop "Modern Times / Zeiten der Stadt" sollen die widersprüchlichen
Wahrnehmungs- wie Lebensweisen der Großstadt zu einander in Beziehung gesetzt werden: Die Stadt als Brutofen und Sündenpfuhl einerseits, andererseits als Rationalität, deren Weite und Transparenz neue Horizonte öffnet. Um die Geschichte des Wahnsinns als Teil moderner Urbanität um 1900 differenziert zu betrachten, will der Workshop diese beiden zentralen Vorstellungen von der Stadt in ihrer gegenseitigen Verschränkung fruchtbar machen. Dabei soll die entstehende Großstadt als Darstellungsraum und Konfiguration für die modernen Formen der Alterität jenseits eines Normalisierungsdispositivs beschrieben werden.

Das Programm im Einzelnen finden Sie in der nachstehenden PDF. Die TeilnehmerInnenzahl ist aus Platzgründen begrenzt, wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 23.02.2010 (benjamin.marcus@charite.de).

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